Lesvos (Lesbos)


Zunächst ein paar allgemeine Angaben:
Lesvos liegt in der Nordostägäis und ist die drittgrößte griechische Insel. Die überwiegend agrarisch bewirtschaftete Insel (ca. 13 Mio. Olivenbäume) ist bis heute, zum Glück, nur schwach touristisch besucht. Durch die Nähe zur Türkei ist die griechische Armee präsent, aber nicht allgegenwärtig. Wir lernten Lesvos über die Frauenkooperative von Petra kennen.

Näheres zur Frauenkooperative 4

Es gibt sie noch, die ruhigen, abgeschiedenen Plätze und Strände. Wenn man lesbiotischen Boden betritt, wird man sofort von dem Gefühl umfangen, dass hier die Zeit gemählicher voranschreitet, obwohl auch auf Lesvos Mobiltelefone, E-Mail und Internet-Cafés längst ihren Einzug gehalten haben. Aber es ist trotzdem so, als würde sich hier alles langsamer abspielen:

"Die Götter haben die Zeit erfunden - von Eile haben sie nichts gesagt" heißt es in Griechenland.

 

 

  Lesbos
(neugriechisch Lesvos, auch Mytilene, Mytilini), griechische Insel vor der kleinasiatischen Küste, 1630 km2, bis 968m über dem Meeresspiegel; 88600 Einwohner; Anbau von Getreide, Wein, Oliven; Fremdenverkehr; Hauptort ist Mytilene an der Ostküste. Lesbos, mindestens seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. besiedelt, wurde im 11.-10. Jahrhundert v. Chr. von äolischen Einwanderern besetzt und gehörte im 5. Jahrhundert v. Chr. zum 1., seit 378 v. Chr. zum 2. Attischen Seebund. 1355 kam es an die genuesische Familie Gattilusi, 1462 an das Osmanische Reich, 1912 an Griechenland. Weist frühchristliche Bauten auf. Heimat der Lyrikerin Sappho, des Dichters Alkaios und des Philosophen Theophrast.

(c) Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, 1999

 

 

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